Kristallklangschale

Klangschalen

Heute gebe ich einiges Wissen über Klangschalen hier hinein. incl. einem längeren Artikel. Seit 20 Jahren bin ich Dozentin für Klangschalen und Kristallklangschalen. habe in den ersten 10 Jahren Seminare Deutschlandweit angeboten, den nächsten 5 nur noch in eigenen Räumen in Hannover. Alle Teilnehmer konnten Klangschalen extrem günstig erwerben, da ich gute Kontakte und Konditionen hatte. Vor 2 Jahren bin ich umgezogen und mein Leben hat sich enorm gewandelt. In diesem Zusammenhang habe ich fast alle Klangschalen verkauft – bis auf 2 Metall und 2 Kristall Schalen. – Gebe nur auf Anfrage Einzelunterricht.

 

THEMEN: Resonanzen erleben – Artikel

Klangschalen & Planetenschalen

Resonanzen erleben

(Gesundheitspraktisches) Anwenden von Klangschalen

Von Petra Karima Penselin

Die Klangmassage hat eine ca. 5000 jährige Tradition. Sie ist Teil der vedischen Heilkunst und Teil einer Kulturtradition, der die Erfahrung zugrunde liegt, dass alles in der Natur aus Klang geboren wird. So hat auch jeder Mensch seinen persönlichen Grundklang. Die unterschiedlichen Organe und die psychischen Eigenschaften haben selbstverständlich auch jeweils ihre besondere Schwingung und sie bilden gemeinsam ein Klangfeld. Das Erfahrungswissen über dieses ‚inneren Orchester’ wird heute nach und nach durch die Naturwissenschaft bestätigt (Bioinformatik, Bioresonanzforschung).

Eine Klangmassage oder auch Klangschalenmassage genannt besteht äußerlich gesehen darin, dass der Anwender einzelne oder auch mehrere Schalen auf den bekleideten Körper des Klienten stellt. Normalerweise werden die Schalen von den Füßen aufwärts angeschlagen – mit unterschiedlicher Intensität und Dauer. 

Eine Klangmassage wirkt ganzheitlich über mehrere Kanäle: Einmal wird der Klang gehört, sodann wird die Schwingung auf der Haut oder auch im Körper gefühlt, so, wie man Musik ‚fühlen’ kann, und schließlich überträgt sich die Schwingung auch direkt über die Körperzellen.

Die Klang- und Schwingungserfahrung fördert in einer ganz besonderen Weise die Innenwahrnehmung. Wir hören innerlich und wir empfinden auch die Schwingungen innerlich. Immer wieder berichten Klienten, dass sie bereits nach wenigen Augenblicken ‚nur noch Spüren’ sind. Dadurch, dass die Klänge und Schwingungen sich beständig verändern (laut und leise, sanft und kräftig, mal höher, mal tiefer, mit den unterschiedlichsten Obertönen) wird die Aufmerksamkeit in einen Strom der Achtsamkeit geführt. Dies macht die Klangmassage zu einer intensiven, meditativen Erfahrung.

Gleichzeitig reagiert das gesamte organische und psychische System auf die physischen Schwingungen. Es entstehen energetische und physikalische Resonanzen zu den Organen und zu den inneren psychischen Kräften, zum Beispiel den Chakren. Eine gute Klangmassage bewirkt, dass sich die unterschiedlichen inneren ‚Instrumente’ aufeinander einstimmen.

Die Kunst der Klangschalenanwendung besteht aus zwei Fähigkeiten. Zum einen ist es die Sensibilität und das Wissen darüber, welche Schale mit welcher Klangfarbe für welchen Menschen und für welche Körperregion im Hier und Jetzt besonders gut geeignet ist. Zum anderen ist es die kommunikative Fähigkeit, im Gespräch mit den Klienten eine jeweils geeignete Erwartung und Einstellung zu fördern, die die Klangerfahrung positiv unterstützt.

Heilarbeit mit Klangschalen und Klang(psycho-)therapie setzen voraus, dass die Praktiker entsprechendes Wissen und Erfahrungen mit körperlichen und psychischen Störungen haben. Dann können sie die Klangschalen gezielt therapeutisch einsetzen. Sie können einzelne Instrumente des großen Orchesters ‚behandeln’.

Im Rahmen der gesundheitspraktischen Anwendung geht es um die Klangerfahrung zur Entspannung, der Persönlichkeitsbildung und um die Klangerfahrung als eine meditative Selbsterfahrung. Die Auswahl der Schalen und die Art der Anwendung kann hier ganz der Erfahrung im Hier und Jetzt folgen. Immer ist die direkte Erfahrung der Klienten leitend. Es werden keine diagnostisch begründeten Ziele gesetzt, sondern Weg und Ziel bilden eine gesundheitspraktische Einheit.

Eine Klangschale besteht aus einer Legierung von bis zu 12 unterschiedlichen Metallen. Es gibt diverse Formen aus den einzelnen Regionen und Ländern. Mittlerweile werden auch in Deutschland Klangschalen hergestellt (gegossen). Manche Praktiker legen extrem hohen Wert auf Alter, Handarbeit und spezielle Legierungen, weil sie meinen, hierdurch besondere Effekte hervorrufen zu können. Ich persönlich bin der Ansicht, dass eine saubere Klangqualität für die Arbeit ausreichend ist. Das persönliche Erleben und Wohlfühlen ist gesundheitspraktisch gesehen das Wichtigste.

Im Herbst 2005 war meine erste Weiterbildung mit Klangschalen für die Arbeit von Gesundheitspraktiker/innen. Die Anwendung im Bereich Entspannung/Vitalität umfasst 2 Wochenenden und für die Anwendung zur Persönlichkeitsentwicklung 5. Ich gehe auch auf die besonderen Möglichkeiten ein in der Arbeit mit Gruppen, mit Familien, Kindern und älteren Menschen.  Nähere Infos kann man im DGAM Servicebüro anfordern und gerne stehe ich auch zur Beratung beim Kauf von Klangschalen zur Verfügung.

 

 

Auf der Grundlage der Chakrentöne nach einer alten yogischen und tibetischen Tradition ist die Auswahl und Zusammenstellung  erfolgt:

  • Wurzelchakra (Mulharara) für Wille
    • Ton F-tief
    • Gewicht 2,650 kg
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  • Sakralchakra (Swadhisthana sacral) für Vitale Energie
    • Ton C
    • Gewicht 1,330 kg
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  • Solarplexuschakra (Manipure navel) für Emotionen, Verlangen
    • Ton G
    • Gewicht 2,066 kg
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  • Herzchakra (Anahata Heart) für Lebenskraft
    • Ton D
    • Gewicht 1,366 kg
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  • Halschakra (Vishudda) für kreative Enerie
    • Ton A
    • Gewicht 1,692 kg
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  • Drittes-Augechakra (Ajna) für Intuition
    • Ton E
    • Gewicht 1,248 kg
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  • Kronenchakra (Sahasrara/padme crown) für Spiritualität
    • Ton B
    • Gewicht 1,368 kg
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Klangschalen und Planetenschalen   Autor unbekannt

Klangschalen haben in der meditativen und spirituellen Praxis vieler Menschen hier im Westen eine große Bedeutung erlangt und das Interesse an diesen schönen und geheimnisvollen Schalen wächst ständig weiter. Nur wenig ist bekannt über die ursprüngliche Verwendung der Klangschalen. Es würde den Rahmen dieses Textes sprengen auf alle Möglichkeiten und Hypothesen einzugehen. Deshalb sollen hier nur persönliche Erfahrungen wiedergegeben werden, sowie Erkenntnisse, die sich auf die Belehrungen von Dr. Trogawa Rinpotche beziehen. Dr. Trogawa Rinpotche ist ein tibetischer Tulku und einer der bedeutendsten tibetischen Ärzte unserer Zeit. Die Musik war in den alten asiatischen Kulturen stets eine der angesehensten Wissenschaften. Schon sehr früh wurde ihre große Bedeutung für den Körper und Geist der Menschen erkannt. Klangschalen und Zymbeln, tibetisch Dengshaw, besitzen ganz besondere Qualitäten. Ihre beruhigende und entspannende Wirkung ist mehrfach überliefert. Große Herrscher hatten stets ihre Musikanten, die für sie abends am Bett zur Erquickung und Entspannung auf diesen Instrumenten spielten. Über Tansen, den berühmtesten Musiker Indiens, der am Hofe König Akhbars lebte, wird berichtet, dass er allein mit seiner Stimme eine Öllampe entzünden konnte. Dieses Phänomen ähnelt der Fähigkeit mancher Leute, mit ihrer Stimme Gläser zum Zerspringen zu bringen. In beiden Fällen regen die Töne die Moleküle zum Schwingen an, es ergibt sich eine Resonanz. Bei Tansen war nun die Energie so hoch und so gebündelt, dass die Entzündungstemperatur des Lampenöls erreicht wurde.

Die Wirkung von Klangschalen

Im Hinblick auf die oben beschriebenen Phänomene sind die vielfältigen Wirkungen, die Klangschalen auf uns Menschen haben, nicht verwunderlich. Auch hier beruhen die Wirkungen auf der Resonanz, die zwischen uns und der Klangschale entsteht. Nach klassischer Vorstellung ist die Energie der Menschen in fünf oder sieben Zentren konzentriert, den sogenannten Chakras. Jedes Chakra schwingt auf seiner eigenen energetischen Ebene, hat also eine eigene Resonanzfrequenz. Mit Hilfe von Klangschalen oder anderen Instrumenten ist es nun möglich, diese Schwingungen direkt oder indirekt zu beeinflussen. Wenn man eine große Klangschale anschlägt und an den Brustbereich bringt, kann man diese tiefe Schwingung körperlich spüren, man wird „bewegt“. Aber auch die höheren bis höchsten Frequenzen der Schalen haben eine direkte Wirkung auf die Chakras. Neben der direkten Wirkung über die Chakras wirken die Klangschalen natürlich auch über das Hörbewusstsein auf uns ein. Je nach unserer Gemütslage, nach der Art der Schale und wie auf ihr gespielt wird, kann uns eine Klangschale froh oder traurig und mitfühlend stimmen, sie kann uns anregen oder beruhigen oder auch Tore zu Bereichen unseres Bewusstseins öffnen, die uns sonst verschlossen sind.

Klangschalen in der heutigen Zeit

Leider können wir heutzutage auf große Teile des alten Wissens nicht mehr direkt zugreifen. Vieles ist verschollen oder verloren gegangen oder wird auch absichtlich geheim gehalten. Die Welt befindet sich in ständiger Veränderung, heute rascher denn je. So ist es nicht zu vermeiden, dass wir mit alten Traditionen wie dem Gebrauch von Klangschalen heute etwas anders umgehen als es früher vielleicht getan wurde. Gerade in der heutigen Zeit ist es nötig, neue Wege zu gehen und unsere eigenen Methoden zu entwickeln, mit denen wir unsere innere und äußere Welt in Harmonie bringen können. Jeder ehrliche und liebevolle Umgang mit einem Objekt, seien es Sinnesobjekte wie Klang, Farbe oder Geruch oder mit einer Meditationspraxis bringt uns weiter auf unserem Weg. Klangschalen sind hierbei ganz besonders freundliche Wegbegleiter. Sie sprechen uns auf vielen Ebenen zugleich an. Allein schon äußerlich sind sie schön anzusehen, sie sind attraktiv und fordern uns auf, sie in die Hand zu nehmen. Wenn wir auf ihnen spielen, sie anschlagen oder reiben, offenbaren sie uns immer neue Züge ihres Charakters. Es kommt dann zu einer Kommunikation auf tieferer Ebene. Die Schalen werden zu unserem Spiegel und geben in ihrem Klang unsere Gefühle wieder. Eine Klangschale ist wie ein guter Freund. Wenn man eine gute Schale hat, ist sie immer für einen da. Vielleicht mag sie auch einmal mürrisch oder schlecht gelaunt sein. Wenn man sich dann aber eine Weile intensiv mit ihr beschäftigt, wird sie plötzlich wieder fröhlich. Das schöne an einer Schale ist, dass sie einen nie betrügt oder belügt. Sollte sie einmal harsche oder schrille Töne anschlagen ist es wohl an der Zeit, nach sich selbst zu schauen.

Wie man sich eine Klangschale aussucht

Eine Klangschale zu finden ist fast so, wie wenn man mit einem Menschen Freundschaft schließt. Oftmals findet eine erste Begegnung statt, und man weiß sofort: der oder die ist es. Liebe auf den ersten Blick! Hier entscheidet nicht der Intellekt, der ja nur ein kleiner Teil von uns ist. Eine solche Begegnung betrifft unser ganzes Wesen. Auch hier wirkt wieder das Prinzip der Resonanz. Man ist auf einer Wellenlänge, auf einer Ebene. Aber manchmal ist einem eine Schale auf den ersten Blick gar nicht so sympathisch, ihr Klang ist einem nicht geheuer. So eine Schale stellt eine Herausforderung dar, eine Aufgabe. Ob man diese Herausforderung annehmen kann liegt an einem selbst, an der momentanen Situation und Kraft. Vielleicht ist es am Anfang besser, sich einen etwas umgänglicheren Gefährten zuzulegen. Oder aber man lässt sich auf das Abenteuer ein, und dann wird es oft sehr spannend. Schließlich kann es auch sein, dass man gerade einen Gefährten mit ganz speziellen Eigenschaften braucht. Dann sucht man sich vielleicht eine Planetenschale aus, um mit ihrer Hilfe eine besondere Situation oder ein Problem zu meistern.

Was sind Planetenschalen?

Es gibt Klangschalen, deren Töne in einem Oktavenverhältnis zu den Bahnfrequenzen der Planeten stehen. Solche Schalen bezeichnen wir als Planetenklangschale oder einfach Planetenschale. Eine Planetenschale befindet sich in Resonanz mit dem betreffenden Planeten. Ihre Schwingung entspricht der Planetenschwingung auf einer energetisch transformierten Ebene. Mit einer solchen Planetenschale können wir also genau die Effekte erzielen, die dem Wirkungsprinzip des Planeten entsprechen. Wir können die planetarische Kraft verstärken und sie mit Hilfe der Schale gezielt einsetzen, bündeln und kanalisieren. Eine Planetenschale, die mit dem Jahreston schwingt, deren Klang also dem Umlauf der Erde um die Sonne und somit dem Erdenjahr entspricht, entfaltet eine beruhigende und entspannende Wirkung. Der Jahreston oder auch Erdenton stimmt interessanter weise auch mit dem Grundton der indischen Musik, dem Sadja, überein. In der indischen Kultur ist er als der OM- Ton bekannt. Eine Schale mit platonischem Jahreston fördert die geistige Klarheit und Freude, eine Venusschale steigert die Liebesenergie und innere Harmonie usw. Für weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema empfiehlt sich das Büchlein „Die Töne der kosmischen Oktave“ von Hans Cousto, der entscheidend zur Aufklärung und Wieder-Entdeckung dieser Zusammenhänge beigetragen hat.

Wie wir Planetenschalen für Sie finden und auszeichnen

Seit fast zwanzig Jahren bereisen wir nun Indien, Nepal und Tibet auf der Suche nach hochwertigen Klangschalen. Hierbei finden sich immer wieder Schalen, deren Frequenz genau einem Planetenton entspricht. Planetenschalen werden von uns nicht angefertigt, sie sind vielmehr im Gros der „normalen“ Klangschalen enthalten. Die Zuordnung der Planetentöne wird mit Hilfe eines hochgenauen Frequenzzählers nach einem speziell entwickelten Verfahren durchgeführt. Durch die aufwendige Messtechnik ist es uns möglich, Toleranzen von kleiner 1% einzuhalten. Da der Grundton und der erste Oberton einer Schale meist die kräftigsten Töne sind, benutzen wir in der Regel nur diese Töne für die Planeten-Zuordnung. Bei sehr großen Schalen kann es jedoch vorkommen, dass auch der zweite Oberton noch ein bedeutendes Klangvolumen entwickelt. In solchen Fällen wir auch dieser Ton berücksichtigt. Welcher Ton einer Schale am kräftigsten erklingt, ist zunächst sehr von der Art des Anschlagens abhängig. Meist sind Grundton und Oberton gleichwertig und können durch verschiedene Anschlagetechniken gezielt angeregt werden. Bei dünnwandigen Schalen sind die Obertöne manchmal dominant gegenüber dem Grundton. Bei sehr dickwandigen Schalen überwiegt der Anteil des Grundtons im Klangspektrum. Die Lage des Planetenton im Spektrum der Klangschale wird von uns gekennzeichnet. Wenn man einen Planetenton zum Beispiel in der Klangtherapie gezielt einsetzen möchte, ist es von Bedeutung zu wissen, ob man die Schale hart oder weich anschlagen muss, um ihn anzuregen. Wenn der Planetenton auf dem Grundton der Schale liegt, zeichnen wir die Schale einfach mit dem Planetennamen aus (z.B. Venus). Ist der erste Oberton der Planetenton, so erhält der Planetenname einen kleinen Strich, ein Apostroph (z.B. Mars‘). Um den zweiten Oberton zu kennzeichnen, benutzen wir ein doppeltes Apostroph (z.B. Sonne“) Manchmal kommt es vor, dass eine Klangschale zwei Planetentöne besitzt. Eine solche Schalen ist dann doppelt ausgezeichnet. Manche Kombinationen von Planetentönen sind sogar recht häufig. Insbesondere die Kombination von Jahreston und Tageston tritt immer wieder auf. In einer solchen Schale spiegeln sich dann exakt die kosmischen Gegebenheiten unseres Planeten wieder: Der jährliche Umlauf der Erde um die Sonne, Sommer und Winter, sowie die tägliche Drehung der Erde um die eigene Achse, Tag und Nacht. Welch ein feines Gefühl für die Natur und die kosmischen Zusammenhänge müssen die Schmiede einer solch speziellen Schale wohl gehabt haben! Zwei Planetenschalen, die ein und dem selben Planeten zugeordnet sind, können recht verschiedene Klangeigenschaften aufweisen. Einerseits muss man darauf achten, ob der Grundton oder der erste Oberton der Planetenton ist. Dann können zwei Schalen mit gleichem Grundton aber auch sehr verschiedene Obertöne besitzen. Man findet zum Beispiel öfters Marsschalen mit Uranus als Oberton, manchmal aber auch Mars mit Mond als Oberton. Meistens liegen die Obertöne einer Planetenschale jedoch außerhalb bekannter Planetenfrequenzen. Schalen mit zwei Tönen sind selten, und manche Kombinationen kommen gar nicht vor. Sicherlich wurden bei der Herstellung der Schalen viele Faktoren berücksichtigt, die uns im Westen nicht bekannt oder zugänglich sind. Die asiatische Astrologie kennt eine Vielzahl planetarischer und stellarer Einflüsse, die hier im Westen wenig bekannt sind. Ein Beispiel ist der „Planet“ Rahula, der für Sonnen- und Mondfinsternisse verantwortlich gemacht wird, der Einfluss von Kometen und Asteroiden und vieles mehr. Die Tatsache, dass viele Klangschalen keinem Planeten zugeordnet werden können, beruht vermutlich darauf, dass sich ihr Klang auf andere kosmische Phänomene bezieht als auf die uns bekannten.

Das spezielle Klangverhalten der Klangschalen

Nachfolgend sollen nochmals die wichtigsten Begriffe und Begebenheiten zusammengefasst werden und weitere Besonderheiten erwähnt werden, die das einzigartige Klagverhalten der Schalen ausmachen. Der Grundton: er ist der tiefste Ton der Schale, den man durch ganz weiches Anschlagen, z.B. mit der Faust, einem sehr weichen Klöppel etc. erreicht. Der Grundton besteht in Wirklichkeit nicht aus einem einzigen Ton, sondern aus zwei getrennten Tönen, die sich in der Tonhöhe ein wenig unterscheiden. Kommen zwei solche Töne zusammen, entstehen Schwebungen. Der Ton schwillt regelmäßig auf und ab bzw. wird lauter und leiser. Der Abstand der beiden Grundtöne in Hz (Hertz, das Maß der Frequenz, = Anzahl der Schwingungen pro Sekunde) bestimmt die Frequenz, mit der der Klang auf und abschwillt. Dies wird als Schwebfrequenz bezeichnet. Beispiel:
Grundton 1 besitzt 220 Hz (entspricht einem Venuston (221,2 Hz), etwas zu tief) Grundton 2 besitzt 222 Hz (entspricht einem Venuston (221,2 Hz), etwas zu hoch) Der resultierende Ton schwillt mit 2 Hz, d.h. 2 mal pro Sekunde, auf und ab!
Der erste Oberton:
Durch Anschlagen mit einem weicheren Holz wird besonders der erste Oberton angeregt. Auch hier handelt es sich wieder um ein Paar von Tönen, wie zuvor beim Grundton beschrieben. Auch der erste Oberton besitzt also entsprechende Schwebungen.
Die höheren Obertöne:
Durch Anschlagen mit einem härteren Holz werden höhere Obertöne angeregt. Wiederum sind es stets Paare von Tönen, die also schweben. Der zweite Oberton ist meist noch deutlich zu hören. Besonders bei sehr großen Schalen kann er sogar dominant sein. Noch höhere Obertöne gehen meist im Klangspektrum unter. Deshalb werden sie zur Zuordnung von Planetentönen nicht herangezogen.

Warum es schwierig ist, Klangschalen mit Gitarrenstimmgeräten zu messen.

Das komplexe Obertonverhalten ist charakteristisch für traditionelle Klangschalen und bewirkt den besonderen Klang. Gleichzeitig wir es dadurch schwierig, die Schalen mit einfachen Messgeräten wie Gitarrenstimmgeräten oder ähnlichem zu messen. Dies Geräte können zunächst nicht zwischen den beiden Schwebtönen einer Tonlage, z.B. des Grundtons, differenzieren. Die Nadel der Gerätchen springt deshalb zwischen zwei nahe beieinander liegenden Frequenzen hin und her. Dann besitzen Grundton und erster Oberton nicht das Verhältnis 1:2, wie z.B. bei einer Gitarrensaite. Die Messgeräte können sich nicht entscheiden, ob sie nun die Grundtöne oder die Obertöne berücksichtigen sollen. Dies führt zum wildem Hin- und Herspringen der Anzeige. Durch höhere Obertöne werden die Geräte noch weiter gestört. Nur mit hochwertigen analogen oder digitalen Filtern ist es möglich, die Planetentöne in einer Klangschale exakt zu bestimmen.

Wie man auf einer Klangschale spielt:

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, eine Klangschale zu spielen. Man kann eine Schale mit verschiedenen Hölzern oder Klöppeln anschlagen. Wenn man ein hartes Holz oder sogar einen Metallgegenstand benutzt, so erklingen vor allem die Obertöne der Schale. Durch Anschlagen mit der Faust oder mit einem weichen Klöppel, den man z.B. mit Leder umwickelt hat, erklingt der tiefste Ton, der Grundton. Außerdem kann man eine Schale durch kreisförmiges Reiben mit einem geeigneten Holz zum Klingen bringen, ähnlich wie man ein Weinglas singen lässt. Hier ist es von Bedeutung, ob man einen harten oder einen weichen, lederumwickelten Stab benutzt, wie viel Druck man ausübt, in welchem Winkel man den Stab führt etc. In jedem Fall wird die Schale anders klingen. Eine Schale kann man „einspielen“. Sie verändert ihre Klangeigenschaften innerhalb einer Sitzung, aber auch über längere Zeiträume hinweg. Dies beruht vor allem darauf, dass sich in einer schwingenden Schale mit der Zeit das kristalline Gefüge ändert. Das Material hat ein „Gedächtnis“. So werden nicht nur wir beim Spielen immer vertrauter mit einer Klangschale, sondern die Schale „gewöhnt“ sich auch an uns. Man kann eine Schale auf verschiedene Körperteile stellen und anschlagen oder anschlagen lassen und so bestimmte Organsysteme oder Chakren stimulieren. In den letzten Jahren hat sich hierzu auch im Westen eine eigene Therapieform entwickelt, die Klangtherapie. Man kann eine Schale teilweise mit Wasser füllen und so die Klanghöhe verändern oder die dabei entstehenden Wellenmuster beobachten. Viele weitere Möglichkeiten gilt es noch zu entdecken. Für mich persönlich ist es eine der schönsten Erfahrungen, einfach zu lauschen, wie der endlose Klang einer Schale in den Klang der Stille übergeht…

Wo kommen Klangschalen her?

Das Verbreitungsgebiet der sogenannten tibetischen Klangschalen erstreckt sich heute über den gesamten indischen Himalaja einschließlich Nepals. In Tibet selbst sind die Schalen heute kaum mehr zu finden. Dies ist nicht verwunderlich, da bei der Eroberung Tibets durch die Chinesen 1959 die meisten Tempel zerstört und alles Wertvolle geraubt wurde. In dieser Zeit flohen viele 100.000 Tibeter ins angrenzende Indien und Nepal. Manche von ihnen konnten auch einige ihrer Besitztümer über die Grenze retten, darunter wohl auch einige Klangschalen. In drei der heutigen Bundesstaaten Indiens konnten wir die alten Klangschalen finden: Bengalen, Assam und Orissa. Bengalen ist wohl der wirkliche Ursprung der Klangschalen. Hier lebte vor über 2500 Jahren der Buddha Shakyamuni, der oft mit einer Schale dargestellt wird. Erst viel später, im achten Jahrhundert nach Christi, gelangte der Buddhismus nach Tibet, wo er sich zum tantrischen Buddhismus entwickelte, mit seiner Vielzahl von Ritualen und den besonders kraftvollen und schnell wirksamen aber meist geheimen Techniken des Vajrayana. Über den Gebrauch der Schalen in der tibetischen tantrischen Praxis wird nur wenig berichtet. Es wird vermutet, dass die Lehren um den Gebrauch der Schalen früher absichtlich geheim gehalten wurden. Nach der Besetzung Tibets sind große Teile des alten Wissens verloren gegangen. Klangschalen aus Bengalen zeichnen sich durch eine weite, bauchige Form und oftmals beachtliche Größe aus. Die größten Exemplare wiegen bis zu 10 kg, wenn auch solch große Stücke extrem selten zu finden sind. In Assam, wo auch heute noch viele schamanistische Praktiken lebendig sind, finden sich kleinere, eher flache Schalen von meist goldenem, matten Glanz und hellem Klang. Schalen aus Orissa hingegen sind hochrandig, mit kräftigem, lang anhaltendem und sehr konzentriertem Klang. Diese Schalen besitzen eine mittlere Größe und wiegen in der Regel bis zu einem Kilogramm. Sie sind leicht zu handhaben und für Anfänger wie erfahrene Personen gleichermaßen gut geeignet.

 

Klangschalen im Wandel der Zeit.

Seit dem Erscheinen der ersten Ausgabe von „Tibetische Klangschalen“ sind nun fast zehn Jahre vergangen. In dieser Zeit erfolgten viele Reisen nach Indien und intensive Arbeit mit Klang- und Planetenschalen. Während es im Lauf der Zeit immer schwieriger wurde, die wertvollen alten Schalen zu finden, werden heute immer mehr neue Schalen minderer Qualität „auf den Markt geworfen“, vor allem in Nepal. Bis etwa 1998 waren in Indien qualitativ hochwertige Schalen, wie sie zu therapeutischen Zwecken unbedingt verwendet werden sollten, in ausreichender Menge erhältlich und es wurden keine neuen Schalen hergestellt. Seitdem versuchen sich jedoch findige Anbieter in der Produktion von Duplikaten. Die Resultate waren anfangs noch recht bescheiden, aber unerfahrene Menschen konnten durch solche Kopien getäuscht werden. Heute, im Frühjahr 2000, sind bereits ein großer Teil der Schalen, die im Westen gehandelt werden, Neuware. Der Bedarf an alten Klang- und Planetenschalen wächst weiter, während sich die Klangtherapie immer mehr als therapeutisches Mittel etabliert. Manche Anbieter in Europa sind mittlerweile dazu übergegangen, selbst erstellte „Qualitätszertifikate“ auf ihren Schalen anzubringen und auch Schalen von minderer Qualität zu etwas günstigeren Preisen anzubieten. Solche Schalen „zweiter Wahl“ haben in der Regel deutliche klangliche Defizite. Entweder hört ihre Schwingung innerhalb weniger Sekunden ganz auf oder ist zumindest deutlich gedämpft. Dies muss sich nicht immer auf Grundton und Oberton gleichzeitig beziehen. Manchmal schwingt der Grundton etwas länger und nur die Intensität des Obertons fällt rasch ab. Für umfassende therapeutische und meditative Arbeit empfiehlt es sich jedoch, ausschließlich hochwertige Schalen zu verwenden. Leider sind auch in Deutschland manche Händler dazu übergegangen, Schalen minderer Qualität anzubieten, die für therapeutische Zwecke wenig geeignet sind. Um bei steigender Nachfrage weiterhin ausschließlich hochwertige Schalen für therapeutische Zwecke anbieten zu können, war es nötig, neue Herkunftsgebiete zu erschließen und völlig neue Strukturen im Einkauf aufzubauen. Hierzu war eine intensive Schulung unserer Freunde und Mitarbeiter in Indien erforderlich, die die Schalen für uns in den ländlichen und oftmals schwer zugänglichen Gegenden Nordindiens aussuchen und sammeln. Ein entscheidender Durchbruch in den letzten Jahren war die Entdeckung von hochwertigen Schalen im indischen Bundesstaat Orissa. Diese Schalen besitzen eine hochrandige, eher schmale Bauform und ähneln somit etwas den japanischen Klangschalen. Es wurde bereits erwähnt, dass die ursprüngliche Bedeutung der Klangschalen als meditatives und therapeutisches Instrument in Indien Großteils in Vergessenheit geraten ist. Auch in Orissa werden die Schalen nur noch von wenigen Yogis und Heilern zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Die Klangschalen besaßen hier jedoch bis vor wenigen Jahrzehnten noch einen hohen kulturellen Wert. Sie waren als Brautgabe für Hochzeiten unerlässlich. Traditionsgemäß wurde ein Set von 12 oder mehr Schalen bei der Hochzeit an die Braut weitergegeben. Die Schalen wurden dabei teilweise mit segensreichen und glücksverheißenden Substanzen wie Milch, Zucker, Getreide, Duftwasser, Blumen usw. gefüllt. Entgegen einem weitverbreiteten aber völlig falschen Gerücht handelte es sich bei den Klangschalen jedoch niemals um profanes Küchengeschirr oder Kochgerät. Jeder, der Indien bereist hat, wird bemerkt haben, dass Kochgeräte, die zudem in der Regel aus dem weicheren und somit weniger bruchgefährdeten Messing oder auch aus Kupfer bestehen, auf der Innenseite einen silbernen Glanz aufweisen. Dieser Glanz rührt von der Praxis her, Eß- und Kochutensilien auf der Innenseite mit Zinn zu beschichten. Es gibt einen eigenen Berufsstand von Leuten, die mit Blasebalg, Zinnstangen und Salmiakstein durch die Dörfer ziehen und einmal jährlich alles Essgeschirr verzinnen. Eine Zinnschicht verhindert chemische Reaktionen zwischen den Speisen und dem Kupfer im Metall von Essschalen und Kochgeräten. Bei Dauergebrauch würden insbesondere Spuren von Kupfersalzen zu gefährlichen Vergiftungserscheinungen führen. Solche Vergiftungen sind aus den ärmsten Gegenden Bihars und Bengalen bekannt geworden, wo sich die Menschen oftmals das regelmäßige Verzinnen der Essgeräte nicht leisten können. Es wird berichtet, dass in diesen Gegenden in Ermangelung anderer, geeigneter Gefäße gelegentlich auch Klangschalen zum Kochen benutzt werden. In all den Jahren, die wir uns mit Klangschalen aus den unterschiedlichen Herkunftsgebieten befassen, haben wir auch nicht ein einziges verzinntes Stück zu Gesicht bekommen.

Alte oder neue Klangschalen?

Indien ist ein sehr großes Land und die Vorräte an alten Schätzen scheinen zunächst unerschöpflich zu sein. Doch wegen der großen Nachfrage nach Klangschalen in den letzten Jahren sind wirklich gute, alte Stücke heute immer schwerer zu bekommen. Insbesondere die großen Schalen aus Bengalen sind so gut wie ausverkauft. Wer eine solche Rarität sein eigen nennen darf, sollte sich wirklich glücklich schätzen. Gleichzeitig waren die indischen Handwerker schon immer Meister des Kopierens und Imitierens. So ist es nicht verwunderlich, dass bei der regen Nachfrage eine Produktion von Neuware angekurbelt wurde. Dabei wird weniger auf Tradition als auf Effektivität und Kostenersparnis geachtet. Die Zeiten, in denen indische Handarbeiten liebvoll und mit großer Sorgfalt hergestellt wurden, sind schon lange vorbei. Im Zuge der Globalisierung herrscht auch in Indien ein immer größerer Preisdruck und es wird versucht, zu automatisieren und einzusparen, wo immer es möglich ist. Dies beginnt schon bei der Auswahl der Rohstoffe. Für die Herstellung der Schalen werden heute oft minderwertige Legierungen verwendet. Die alten Schalen hatten einen hohen Anteil an Zinn. Der hohe Zinngehalt ist einer der Gründe für den brillanten Klang alter Schalen. Leider ist Zinn ein teures Metall, so dass neue Schalen heute meist aus den wesentlich günstigeren Messinglegierungen gefertigt werden. Messing lässt sich zudem viel leichter industriell verarbeiten, zum Beispiel maschinell schmieden oder gießen und drehen. Manche Anbieter brüsten sich damit, für neue Schalen aus „energetischen Gründen“ stets ein Stück einer alten Schalen mit einzuschmelzen. Die dem zugrunde liegende „Energetik“ ist hier jedoch vor allem die Energie des Geldbeutels. Zerbrochene alte Schalen sind schlicht und einfach eine preiswerte Quelle für die begehrte Zinnlegierung. In den alten Schalen kamen stets Spurenelemente wie Silber und Gold vor. Neben traditionellen Gründen lag das vor allem auch daran, dass die verwendeten Erze einen natürlichen Gehalt an Edelmetallen aufwiesen. Bei der heutigen Metallgewinnung werden den Rohstoffen diese kostbaren Elemente jedoch sorgsam entzogen. Was übrig bleibt ist eine recht „vitaminarme“ Kost, vergleichbar mit geschältem, poliertem, weißem Reis. Wer einmal in einem indischen oder nepalesischen Dorf einen echten, traditionellen, duftenden Basmatireis serviert bekommen hat, weiß den angeführten Vergleich wohl zu schätzen. Der Charme, die innerer Qualität und die „Energie“ der alten Schalen hat jedoch noch andere Gründe. Klangschalen wurden in den Familien als kostbarer Schatz gehütet und über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte gut behandelt. Ihre glatte, sanfte Oberfläche erhielten sie nicht durch sich drehende Stahlbürsten oder Schleifmaschinen sondern durch liebvolle Hände und Berührungen. Durch jahrelanges Benutzen konnte sich zudem ihr inneres Materialgefüge ordnen. Alte Schalen klingen dadurch meist besser. Wenn man eine Schale lange und regelmäßig spielt, erreicht man einen ähnlichen Effekt. Wer eine Schale nur als Renommierobjekt besitzen möchte, oder um sie mit Erdnussschalen zu füllen, ist mit einer neuen Schale sicherlich gut bedient. Für eine tiefere oder meditative Beschäftigung mit dem Thema Klang ist eine schöne, alte Schale jedoch sicherlich das bessere Medium. Was würden Sie für die Meditation bevorzugen: einen Halogenstrahler oder eher das sanfte Licht einer Kerzenflamme?

 

 Wirklich bedauernswert ist es, dass die Kunden im Westen jedoch über die Qualität der Schalen nur selten aufgeklärt werden. Auch dem Einzelhandel fällt es meist schwer, Qualitäten zu unterscheiden, insbesondere, da Neuware immer öfter auf „alt“ getrimmt wird. Viele Ladengeschäfte haben es zur zeit auch nicht gerade einfach, so dass bei der Auswahl ihrer Waren der Einkaufspreis oft im Vordergrund steht. Hier einige Kriterien, an hand derer Sie alte von neuen Schalen unterscheiden können. Neue, getrieben Schalen besitzen meist eine relativ grob gehämmerte Oberfläche, in der einzelne Hammerschläge noch deutlich sichtbar sind. Das Metallstruktur ist oft porig und rau. Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Rand gelten. Bei neuen Schalen erscheint dieser meist recht rau, wie gesägt oder mit einer Feile behandelt. Alte Schalen wurden stets getrieben. Da sich Unebenheiten mit dem Alter der Schalen abschleifen, wird die Oberfläche mit zunehmendem Alter immer glatter. Es sind jedoch fast immer noch Treibspuren zu erkennen, außer bei sehr alten Schalen, die manchmal völlig glatt erscheinen können. Oft besitzen die Schalen kleine Verzierungen, wie eingeschlagene Punkte am Rand, umlaufende Linien und ähnliches. Bei alten Schalen sind diese Verzierungen durch den jahrelangen Gebrauch dann teilweise schon wieder abgeschliffen. Insbesondere an etwas erhabenen Stellen einer Schale sind solche Strukturen stärker abgeschliffen. So sind umlaufende Linien an manchen Stellen, die durch die etwas unregelmäßige Form der Schale höher liegen, fast oder gänzlich verschwunden. Neue, gesenkgeschmiedete Schalen können oftmals sehr glatt erscheinen. Die Form dieser Schalen ist manchmal etwas unnatürlich und weicht von der Form alter Schalen etwas ab. Sie besitzen trotz ihrer glatten Oberfläche meist einen etwas raueren Rand als alte Schalen. Die Patina solcher Schalen ist meist sehr hell, und die feinen Schleifspuren laufen in einer Vorzugsrichtung. Bei alten Schalen sind die feinen Schleifspuren hingegen ehr zufällig entstanden und unregelmäßiger Neue, gegossenen Schalen, werden nach dem Guss in der Regel abgedreht, um Unregelmäßigkeiten zu beseitigen. Bei den einfachsten Schalen, z.B. den kleinen, schweren Schalen aus Nepal, ist im Zentrum der Schale oft ein kleiner Punkt zu sehen, an dem dir Schale beim Drehen gehalten wurde. Aber auch alte Schalen weißen zuweilen Drehspuren auf. Das kommt vor allem daher, dass alte Schalen, wenn sie sehr unansehnlich geworden waren, überarbeitet wurden. Neue Schalen sind oftmals schwerer als alte bei gleicher Klangqualität. Es ist einfacher, eine dickere Schale herzustellen. Außerdem werden Schalen nach Gewicht gehandelt, was einen zusätzlichen Anreiz darstellt, eine schwerere Schale abzuliefern. Insbesondere der Boden von neuen Schalen ist meist recht dick. Bei alten Schalen ist er oft sehr dünn, da sich der Boden am stärksten abnützt. Durch Schnipsen mit dem Fingernagel auf den Boden lässt sich anhand des Klangs die Dicke gut abschätzen. All dies können nur Anhaltspunkte sein, es gibt Ausnahmen und es bedarf mittlerweile sehr viel Erfahrung, um alt von neu wirklich sicher zu unterscheiden.

 

Neben Klangschalen aus Metall sind heute auch sogenannte „Kristallklangschalen“ bekannt. Sie stammen aus den USA. Der Name ist irreführend, da sie nicht etwa aus natürlichen Bergkristall sondern aus einer speziellen Glasssorte gefertigt werden. Die matte äußere Oberfläche wurde durch Sandstrahlen erreicht. Beim Reiben entwickeln sie einen recht intensiven Ton. Bein Anschlagen hingegen klingen sie nur relativ kurz. Außerdem sind sie sehr arm an Obertönen.

„Tibetische“ Klangschalen?

Shakyamuni Buddha, der historische Buddha, lebte und lehrte vor 2500 Jahren in Nordindien, zumeist im Gebiet der heutigen indischen Bundesstaaten Bengalen und Bihar. Von hier aus verbreiteten sich seine Lehren in die angrenzenden Gebiete und später nach Südostasien, China und Tibet. Es gibt viele Darstellungen des Buddha, wie er eine Schale in Händen hält. Die Verwendung von Klangschalen als Ritualinstrument entstand wohl in buddhistischer Zeit. Heutzutage ist der Gebrauch von Klangschalen in Meditation und spiritueller Praxis in vielen Gebieten Indiens in Vergessenheit geraten. Dies liegt hauptsächlich daran, dass der Buddhismus heute fast vollständig aus Indien verschwunden ist. Muslimische Eroberer gingen massiv gegen die weithin sichtbaren buddhistischen Klöster und Institutionen in Nordindien vor und zerstörten z.B. die Nalanda-Universität bis auf die Grundmauern. Viele Klangschalen blieben jedoch erhalten und wurden von den Eroberern sowie von der hinduistischen Bevölkerung weiter verwendet. Auch einige der alten Schmiedemeister setzten ihr Handwerk fort, nun jedoch im Dienste neuer Herrn. Diese kannten zwar nicht die wahre Bedeutung der Schalen, waren aber gleichermaßen fasziniert von ihrem Klang und ihrer schönen Erscheinung und integrierten die Schalen als etwas Besonderes in ihr kulturelles Leben. Nur in Japan wurden Herstellung und Gebrauch der Schalen für rituelle und religiöse Zwecke bis heute ununterbrochen fortgesetzt. In Tibet, wo der Buddhismus bis vor wenigen Jahrzehnten in voller Blüte stand, fand die spirituelle Verwendung der Schalen mit dem Einmarsch der Chinesen ein jähes Ende. Tibetische Flüchtlinge im indischen und nepalesischen Exil stießen dann auf die dortigen Klangschalen, die denen glichen, die sie in ihrer alten Heimat benutzten. Da die Tibeter im Exil kein eigenes Land erwerben konnten, war der Handel eine der wenigen Möglichkeiten, ihren Lebensunterhalt zu sichern. So sammelten und tauschten sie auch Klangschalen, wie früher in Tibet. Über die Tibeter gelangten die Schalen schließlich in den Westen, wo sie als tibetische Klangschalen bekannt wurden.

Kultureller Raubbau?

Mitunter wird uns vorgehalten, dass die Ausfuhr von Klangschalen kultureller Raubbau sei. Unserer Meinung nach ist dies jedoch nicht der Fall. Die Schalen werden heutzutage in Indien und Nepal nicht mehr in ihrer ursprünglichen Art und Weise benutzt. Das ist auch nicht erst so, seitdem die Schalen im Westen bekannter geworden sind. Die meisten Leute in Asien wissen schon lange nicht mehr darüber Bescheid, wozu die Schalen ursprünglich einmal gebraucht wurden. Und in einer Prophezeiung von Padmasambhava, dem zweiten Buddha, heißt es: „Wenn der eiserne Vogel fliegt und die Pferde auf Räder rollen kommt der Dharma in den Westen.“


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